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Im Test: VW Scirocco R

von • Dez 15th, 2010 • Kategorie: tcb Garage, Top Story, VW


Grimmig: weit nach unten gezogene Motorhaube und schöne Bi-Xenon-Scheinwerfer. Bildquelle: Yves Senn, topcarblog

Der Scirocco R im Test: Wie fährt sich das Sportcoupé mit aufgeladenem Vierzylindermotor? Bringt er die 265 PS mit Frontantrieb auf den Boden?

Der Scirocco galt auch schon vor seiner Neuauflage als sportliches Coupé und war eine beliebte Basis für Tuner. Die Präsentation des neuen Sciroccos war deshalb im Herbst 2008 ein grosses Ereignis, welches nicht nur Fans der neuen Generation, sondern auch viele Herren anzog, welche sich an ihre „wilden“ Jahre mit dem Scirocco zurückerinnerten. Heute, zwei Jahre später, ist es nun höchste Zeit, das Sportcoupé zu testen. Umso besser handelt es sich beim Testwagen um das Topmodell Scirocco R.

Die Volkswagen R GmbH, welche als Sportlabel von VW agiert, holt aus dem Zweiliter-Turbomotor nämlich satte 265 PS – ein zusätzliches Motortuning erübrigt sich so in den meisten Fällen. Doch kann ein Auto mit einem Vierzylinder-Motor als Sportwagen überhaupt genügend Emotionen wecken?

Downsizing – Top oder flop?

Durch das erhöhte Umweltbewusstsein der Autofahrer und der staatlichen Lenkung sinkt die Nachfrage nach Autos mit grossem Hubraum. Um die nötige Leistung der Sportwagen zu erreichen, waren bisher grössere Motoren nötig. Mit Downsizing-Konzepten gelingt den Autoherstellern der Spagat: Die Autos bleiben sportlich, haben aber einen deutlich tieferen Verbrauch als die Vorgänger mit ähnlichen Leistungswerten. Dies wird dank neuen Technologien mit kleineren, effizienteren Motoren erreicht, welche meist durch einen Turbolader unterstützt werden.

Der Scirocco R ist ein Musterbeispiel für ein gelungenes Downsizing. Die Topversion des Scirocco-Bruders Golf, der R32, war bekannt durch einen kernigen Sechszylinder-Sound. Als Volkswagen den Nachfolger mit einem aufgeladenen Vierzylindermotor präsentierte, war die Fangemeinde in Aufruhr! Der neue Golf R war noch vor der Lancierung unbeliebt. Doch beim Test des Scirocco R merkte ich, dass die Vorurteile unbegründet sind. Noch nie habe ich einen derart toll klingenden Vierzylindermotor gehört! Die Ingenieure der Volkswagen R GmbH haben eine Meisterleistung vollbracht! Sobald die Abgasanlage heiss ist, hört sich das Sportcoupé wie ein Sechszylinder an. Und unter Last hört man neben dem basslastigen Ton auch noch das Fauchen des Turbos. Gänsehaut garantiert! Ich empfehle allen, welche skeptisch sind, sich bei einer Probefahrt vom Gegenteil überzeugen zu lassen.

Die Zahlen sprechen für sich: 265 PS (195 kW), 350 Nm Drehmoment, 5.8 Sekunden von Null auf 100 km/h, für die Emotionen. 8.0 Liter auf 100 km im Schnitt, Motor mit EURO 5, Energieeffizienz-Klasse E, für das Gewissen. Zwar habe ich die siebenhundert Testkilometer mit einem Schnitt von knapp 12 Liter auf 100 km gefahren. Allerdings ist zu beachten, dass ich durchgehend sehr sportlich und zu einem grossen Teil in der Stadt gefahren bin.


Scirocco R in „Rising Blue“. Bildquelle: Yves Senn, topcarblog

Exterieur

Die Lackierung in „Rising Blue“ des Testwagens wirkt sportlich und erinnert mich an das Nogaroblau von Audi, welches bei den S- und RS-Modellen angeboten wird. Den sportlichen Auftritt unterstützen die breite Seitenschweller, die grossen Lufteinlässe an der Front und der Heckspoiler sowie zwei leicht ovale, verchromte Endrohre, getrennt durch einen Diffusor, am Heck. Farbliche Akzente setzt man beim Scirocco R durch zahlreiche Elemente in schwarzer Klavierlackoptik (glänzend). So zum Beispiel bei Kühlergrill, Rückspiegel, Bremssättel sowie Heckdiffusor. Die Felge „Talladega“, welche serienmässig in 18″ und als Option in 19″ angeboten wird, sieht zwar sehr schön aus, ist jedoch aufgrund der engen Zwischenräume nicht einfach zu reinigen.

weiter zum Teil 2 des Testberichtes


Ovale Endrohre, getrennt durch einen Heckdiffusor in Klavierlack. Bildquelle: Yves Senn, topcarblog

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ist ein grosser Autofan, liebt Audis und träumt von einem Audi RS4. Er hat den topcarblog im Sommer 2008 lanciert, den er mit grosser Freude als Hobby betreibt.
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2 Kommentare »

  1. […] zum ersten Teil des Testberichtes […]

  2. Nicht nur sind die Felgen schwer zu reinigen, ich finde sie auch wirklich… unschön. Oder?
    Sehr schön wie du den Sound beschreibst, da bekomme ich schon beim Lesen Gänsehaut. Muss ich mir mal unbedingt zu Gemüte führen!